Retourenquote senken: 10 wirksame Maßnahmen für Onlinehändler
Die Retourenquote gehört zu den wichtigsten Kennzahlen im E-Commerce. Sie zeigt, wie viele Bestellungen von Kundinnen und Kunden zurückgeschickt werden. Eine hohe Retourenquote verursacht nicht nur zusätzliche Versand- und Bearbeitungskosten, sondern belastet auch Lager, Kundenservice und Gewinn. Mit den richtigen Maßnahmen lässt sich die Zahl der Rücksendungen jedoch deutlich reduzieren.
Eine gezielte Analyse der Retouren zeigt dir, welche Produkte besonders oft zurückgeschickt werden und warum.
In diesem Artikel erfährst du, welche Ursachen hinter hohen Retourenquoten stecken und welche Maßnahmen wirklich helfen.
Was ist die Retourenquote?
Die Retourenquote beschreibt den Anteil aller Bestellungen, die von Kundinnen und Kunden zurückgeschickt werden.
Sie wird folgendermaßen berechnet:
Retourenquote = (Anzahl der Retouren ÷ Anzahl der Bestellungen) × 100
Je niedriger die Retourenquote, desto wirtschaftlicher arbeitet dein Onlineshop. Denn jede vermiedene Retoure spart Versandkosten, Bearbeitungsaufwand und Lagerkosten.
Je nach Branche fällt die Retourenquote unterschiedlich hoch aus. Während sie in vielen Onlineshops zwischen etwa 8 und 15 Prozent liegt, sind insbesondere in der Modebranche deutlich höhere Werte keine Seltenheit.
Warum eine hohe Retourenquote teuer ist
Retouren verursachen weit mehr Kosten als lediglich den Rückversand.
Zu den größten Kostenfaktoren gehören:
Versandkosten für Hin- und Rückweg
Bearbeitung eingehender Retouren
Prüfung und Neuverpackung der Ware
Wiedereinlagerung
möglicher Wertverlust der Produkte
zusätzlicher Kundenservice
längere Kapitalbindung
Je häufiger Produkte zurückgeschickt werden, desto stärker sinkt die Marge.
Deshalb gehört die Reduzierung der Retourenquote zu den effektivsten Möglichkeiten, die Profitabilität eines Onlineshops zu verbessern.
Die häufigsten Gründe für Retouren
Um die Retourenquote zu senken, solltest du zunächst verstehen, warum Kundinnen und Kunden Produkte zurückschicken.
1. Falsche Größen oder Passform
Vor allem Kleidung und Schuhe werden häufig retourniert, weil Größen unterschiedlich ausfallen oder Größentabellen fehlen.
Tipp: Nutze detaillierte Maßangaben und aussagekräftige Größentabellen.
2. Produkt entspricht nicht den Erwartungen
Unrealistische Produktbilder oder ungenaue Beschreibungen führen häufig dazu, dass Kunden etwas anderes erhalten als erwartet.
Tipp: Nutze hochwertige Fotos aus mehreren Perspektiven sowie Produktvideos und beschreibe Material, Farbe, Größe und Funktionen möglichst präzise.
3. Beschädigte Ware
Unzureichende Verpackungen oder Transportschäden führen fast immer zu einer Retoure.
Tipp: Verwende stabile Verpackungen und standardisierte Verpackungsprozesse.
4. Falscher Artikel geliefert
Kommissionier- oder Versandfehler gehören zu den häufigsten vermeidbaren Retourengründen.
Tipp: Standardisierte Versandprozesse und automatisierte Workflows reduzieren Fehler deutlich.
5. Lange Lieferzeiten
Treffen Bestellungen deutlich später als erwartet ein, bestellen viele Kundinnen und Kunden bereits anderweitig.
Tipp: Automatisiere deine Versandprozesse und versende Bestellungen möglichst schnell.
6. Mehrfachbestellungen
Gerade im Fashion-Bereich bestellen viele Kundinnen und Kunden mehrere Größen oder Farben zur Auswahl.
Diese sogenannten Auswahlbestellungen lassen sich zwar nicht vollständig vermeiden, durch gute Produktinformationen aber häufig reduzieren.
10 Maßnahmen, um die Retourenquote zu senken
1. Produktbeschreibungen optimieren
Je genauer deine Produktinformationen sind, desto realistischer sind die Erwartungen deiner Kundinnen und Kunden.
Beschreibe insbesondere:
Maße
Gewicht
Material
Farben
Lieferumfang
technische Eigenschaften
2. Hochwertige Produktbilder verwenden
Mehrere Bilder aus unterschiedlichen Perspektiven schaffen Vertrauen und reduzieren Fehlkäufe.
Noch besser wirken ergänzende Produktvideos.
2. Sortimentsentscheidungen treffen
Prüfe Produkte mit konstant hoher Retourenquote. Pass eventuell dein Sortiment an oder stelle zusätzliche Varianten bereit.
3. Kundenbewertungen sichtbar machen
Bewertungen beantworten viele Fragen bereits vor dem Kauf und helfen anderen Interessenten bei ihrer Kaufentscheidung.
4. Retourengründe regelmäßig analysieren
Erfasse, welche Produkte besonders häufig zurückgeschickt werden.
Oft lassen sich wiederkehrende Probleme bereits anhand weniger Kennzahlen erkennen.
5. Sortiment optimieren
Produkte mit dauerhaft hoher Retourenquote sollten kritisch überprüft werden.
Manchmal helfen bessere Produktinformationen – manchmal ist es sinnvoller, das Sortiment anzupassen.
6. Verpackungen verbessern
Eine hochwertige Verpackung schützt Produkte zuverlässig vor Transportschäden.
7. Versandprozesse standardisieren
Klare Prozesse sorgen dafür, dass Bestellungen korrekt kommissioniert, verpackt und verschickt werden.
8. Versand automatisieren
Automatisierte Versandregeln vermeiden manuelle Fehler und sparen gleichzeitig Zeit.
9. Kunden jederzeit über den Versand informieren
Aktuelle Trackinginformationen schaffen Transparenz und verhindern unnötige Supportanfragen.
10. Versandsoftware einsetzen
Eine moderne Versandsoftware automatisiert viele Arbeitsschritte und reduziert typische Fehlerquellen im Versandprozess.
Dadurch sinkt das Risiko für Falschlieferungen, beschädigte Sendungen oder verspätete Zustellungen.
Wie SimpleSell dabei hilft, die Retourenquote zu senken
SimpleSell erfasst selbst keine Retouren-Statistiken – aber es unterstützt dich dabei, die Prozesse so effizient wie möglich zu gestalten, sodass Retouren weniger häufig auftreten und leichter ablaufen.
1. Fehlerquote reduzieren
SimpleSell bündelt alle Bestellungen aus Onlineshops und Marktplätzen an einem zentralen Ort und automatisiert wiederkehrende Versandprozesse. Durch standardisierte Abläufe, intelligente Versandregeln und eine automatisierte Labelerstellung werden Verpackungs- und Versandfehler deutlich reduziert. Das sorgt dafür, dass Bestellungen korrekt versendet werden und Retouren aufgrund von Falschlieferungen oder Versandfehlern seltener auftreten.
2. Lieferpünktlichkeit erhöhen
Pünktliche Lieferungen sind ein wichtiger Faktor für die Kundenzufriedenheit und können unnötige Retouren vermeiden. Eine Versandsoftware automatisiert die Auswahl des passenden Versanddienstleisters und sorgt für reibungslose Versandabläufe. Dadurch werden Verzögerungen, falsche Versandarten oder fehlerhafte Lieferungen minimiert – Bestellungen erreichen Kundinnen und Kunden zuverlässig und termingerecht.
3. Kundenzufriedenheit nachhaltig steigern
Je reibungsloser der Versandprozess funktioniert, desto zufriedener sind die Kundinnen und Kunden. Korrekt verpackte Produkte, vollständige Lieferungen und eine schnelle Zustellung reduzieren die Wahrscheinlichkeit, dass Artikel zurückgesendet werden. Eine geringere Retourenquote senkt nicht nur die Kosten für Händler, sondern stärkt auch die Kundenbindung und verbessert langfristig die Wirtschaftlichkeit des Onlineshops.
4. Skalierbare Prozesse
Mit steigendem Bestellaufkommen wächst das Risiko für Fehler im Versand. SimpleSell sorgt dafür, dass Prozesse auch bei mehreren hundert oder tausend Bestellungen pro Tag effizient und konsistent bleiben. Automatisierte Workflows, standardisierte Abläufe und intelligente Versandregeln helfen dabei, die Fehlerquote niedrig zu halten und die Lieferqualität dauerhaft hoch zu halten – unabhängig vom Versandvolumen. Dadurch steigt die Retourenquote nicht automatisch mit der Anzahl der Bestellungen.
Häufig gestellte Fragen zur Retourenquote
Was ist eine gute Retourenquote?
Das hängt stark von der Branche ab. Während viele Onlineshops Retourenquoten zwischen 8 und 15 Prozent erreichen, liegen sie im Fashion-Bereich häufig deutlich höher.
Warum schicken Kunden Produkte zurück?
Zu den häufigsten Gründen gehören falsche Größen, unzureichende Produktinformationen, beschädigte Ware, Versandfehler oder lange Lieferzeiten.
Wie lässt sich die Retourenquote senken?
Die wirksamsten Maßnahmen sind detaillierte Produktbeschreibungen, hochwertige Produktbilder, optimierte Verpackungen, standardisierte Versandprozesse und der Einsatz einer Versandsoftware.
Kann eine Versandsoftware Retouren verhindern?
Nicht direkt. Sie reduziert jedoch viele vermeidbare Fehler im Versandprozess, beispielsweise Falschlieferungen oder verspätete Sendungen. Dadurch sinkt das Risiko unnötiger Retouren.
Fazit
Eine hohe Retourenquote ist kein unvermeidbares Schicksal. Viele Rücksendungen entstehen durch ungenaue Produktinformationen oder vermeidbare Fehler im Versandprozess. Wer seine Retourengründe regelmäßig analysiert, Produktseiten optimiert und Versandabläufe standardisiert, kann die Retourenquote langfristig senken und gleichzeitig Kosten sparen.
Genau dabei unterstützt SimpleSell: Die Versandsoftware automatisiert wiederkehrende Prozesse, reduziert manuelle Fehler und sorgt für einen effizienten Versand – unabhängig davon, ob du wenige oder mehrere tausend Bestellungen pro Monat verschickst. Klingt gut? Dann nichts wie los und verbinde in nur 5 Minuten deine Onlineshops und Paketdienste mit SimpleSell.